Skip to main content

AKTUELLE TRENDS AUF DEM DEUTSCHEN IMMOBILIENMARKT.

Deutschland hat mit 41,2 Mio. Wohneinheiten den größten Immobilienmarkt Europas (Quelle: GENESIS-Online, Stand 31.12.2014). 58 % des Gesamtwertes der Immobilien in Deutschland sind Wohnimmobilien – welche jedoch in Westdeutschland nur zu 45 % in privater Hand sind, in Ostdeutschland sind es sogar nur 35 %. Das ist im europäischen Vergleich ein sehr geringer Wert. In Spanien beispielsweise liegt die Eigentumsquote bei 87 %.

Darüber hinaus zeigen aktuelle Prognosen, dass gerade in den Ballungszentren Wohnraum fehlt. Das liegt zum einen an der Zuwanderung aus dem Ausland, zum anderen an der Binnenmigration in prosperierende Regionen Deutschlands.

Informieren Sie sich hier über die aktuellen Trends und Marktforschungsergebnisse zur Entwicklung des Immobilienmarktes in Deutschland.


WOHNRAUM WIRD IMMER KNAPPER, BESONDERS NEUBAUTEN FEHLEN IN DEUTSCHLAND.

Zu wenige Wohnungen und steigender Bedarf

In den Jahren nach der Wiedervereinigung Deutschlands war die Zahl der neu gebauten Wohnungen zunächst stark zurückgegangen, seit 2008 steigt sie wieder leicht an. Dennoch ist die Zahl der neu gebauten Wohnungen aktuell noch immer zu gering, um die Defizite der vergangenen Jahre auszugleichen: 2015 sind nur ca. 2,7 Wohnungen je 1.000 Einwohner fertiggestellt worden. Dies liegt im europäischen Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt von 4,0 Wohnungen je 1.000 Einwohner – und das Jahr für Jahr seit 15 Jahren.

Verstärkung des Wohnraummangels

Parallel zum Mangel an Baugenehmigungen ist auch die Anzahl der fertiggestellten Wohnungen seit Jahren deutlich zu gering. Der seit 2010 wieder anhaltende Anstieg an Genehmigungen hat dazu geführt, dass 2015 ca. 2,7 Wohnungen je 1.000 Einwohner erstellt worden sind. Dennoch liegt auch diese Zahl an Wohnungen weiterhin deutlich unter dem Bedarf. Experten gehen daher davon aus, dass sich der Wohnraummangel kurz- bis mittelfristig nicht verringern, sondern weiterhin verstärken wird.   

Nebenkosten steigen noch schneller als Mieten

In den letzten Jahren sind die Nebenkosten um 6 % bis 8 % p. a. gestiegen, woran die Heizkosten den größten Anteil haben. Diese Betriebskosten – heute auch „zweite Miete“ genannt – machen Wohnen immer teurer.


MEHR HAUSHALTE UND GRÖßERER PLATZBEDARF PRO PERSON.

Seit den 1990er Jahren gibt es neben der kontinuierlich steigenden Zahl an Einwohnern in Deutschland drei Megatrends:

  1. Der Wohnflächenbedarf ist in den letzten 20 Jahren von 36 m² auf 46 m² pro Person gestiegen.
  2. Immer mehr Menschen leben in Haushalten mit nur noch ein oder zwei Personen. Jeder dritte Haushalt in Deutschland ist ein Single-Haushalt. In den Metropolen wie Hamburg oder Frankfurt am Main liegt die Zahl bei 50 %.
  3. Die Menschen wollen wieder in den Städten wohnen und verlassen die ländlichen Regionen.

DIE WOHNUNGSKNAPPHEIT WIRD SICH WEITER VERSCHÄRFEN.

Fast eine Million Wohnungen fehlen den größten deutschen Wachstumsmärkten in den nächsten 15 Jahren laut einer Studie für die Allianz Baufinanzierung. Diese geht davon aus, dass Deutschland mit vergleichbarer Zuwanderungsintensität wie die Schweiz wächst.

Von diesem drastischen Mangel sind vor allem die Regionen München, Berlin, Rhein-Main, Stuttgart, Hamburg, Köln, der südliche Oberrhein (Freiburg/Offenburg), Hannover und Düsseldorf betroffen. Wichtigste Treiber für diesen Trend sind die Zuwanderung aus der EU und aus dem Ausland (ca. 27 %) und die Binnenmigration in die wirtschaftlich starken Regionen (ca. 73 %). Nur wenn die Bautätigkeit nicht nachlässt, könnten sich die Märkte bis 2045 wieder etwas entspannen.